Tagungsankündigung „Bauen und Wohnen nach Plan. Siedlungsbau zwischen 1945 und 1975“

Im Freilichtmuseum am Kiekeberg, 21224 Rosengarten-Ehestorf (b. Hamburg) findet am 29./30. Oktober 2018 eine Fachtagung zum Bauen und Wohnen nach 1945 statt. Aus der Tagungsankündigung des Veranstalters: „Die Beiträge widmen sich exemplarischen Siedlungen und Siedlungsbauprojekten von der Nachkriegszeit bis in die Mitte der siebziger Jahre und beleuchten raumplanerische Leitbilder, gesetzliche Vorgaben, gesellschaftspolitische Einflussfaktoren wie auch Siedler und autochthone Bevölkerung.

Im Zweiten Weltkrieg waren mehr als 20 Prozent allen Wohnraums zerstört worden. Durch die Flüchtlinge und Vertriebenen, von denen rund siebzig Prozent in ländlichen Regionen unterkamen, hatte sich die Bevölkerungszahl Westdeutschlands gegenüber dem Vorkriegsstand um ein Fünftel erhöht. Es herrschte Wohnungsnot. Die Wiedererlangung und Sicherung privater Häuslichkeit wurde somit zum zentralen Ziel. Bauprogramme ließen in den 1950er Jahren in den Ortschaften neue Siedlungen entstehen.

Das Bevölkerungswachstum im ländlichen Raum setzte sich in den 1960er Jahren fort: Vormals landwirtschaftlich genutzte Regionen wurden baulandmäßig erschlossen, Städter zogen in neu geplante „Schlafstädte“ oder „ins Grüne“, wo sich der Traum vom Eigenheim verwirklichen ließ. Aus agrarisch-kleingewerblichen Zonen wurden teils regelrechte Wachstumsgebiete, die eine andere Siedlungsplanung  erforderten.“

Das genaue Tagungsprogramm, Anmeldemodalitäten sowie Informationen zu Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten finden sie unter dem folgenden link http://kiekeberg-museum.de/das-sind-wir/forschung/tagungen.html oder im Flyer .

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